Videobotschaften

Liebe Besucher unserer Homepage!

Bis auf weiteres haben wir unsere Gottesdienste abgesagt: um Menschen zu schützen, deren Immunsystem/ der neuen Viruserkrankung wohl nicht standhalten wird. Auch unsere Chorproben und Gruppentreffen sind abgesagt.

Aber wir wollen mit Ihnen und mit Dir auch in dieser Zeit im Kontakt bleiben. Eine Möglichkeit ist diese kleine Videobotschaft. Und wenn Sie das Bedürfnis haben, mit mir zu sprechen, dann rufen Sie doch einfach an.

Unsere Welt war zu keiner Zeit einfach sicher. So ist es auch jetzt. Mit einer gesunden Vorsicht und einer großen Portion Optimismus in die Zukunft zu schauen, das ist das Gebot der Stunde. Jesus Christus sagt nach Johannes:  „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!“ Vom Kreuz ins Licht von Ostern. Dahin geht unser Blick. Nicht auf sinkende Börsenkurse und die Angst vor Ansteckung, die an jeder Ecke lauert. Sondern auf ein Leben mit Jesus Christus, der selbst durch tiefe Täler gegangen ist.

Die meisten alten Kirchen sind geostet, also „orientiert“, nämlich in ihrem Altarraum nach Osten ausgerichtet, in Richtung der aufgehenden Sonne,  als Sinnbild für die Auferstehung, für eine starke Hoffnung! Das gilt auch in unserer Arenshorster St. Johanniskirche so, in der ich gerade stehe. Wenn am Sonntagmorgen das warme Morgenlicht durch die großen Fenster in den Altarraum scheint, dann feiern wir besonders festlich Ostern, an jedem Sonntag. Wir feiern mit unseren Liedern und Gebeten, unserer Gemeinschaft, dass Christus ins Licht gegangen ist. Und wir das auch hoffen dürfen.

Das können Sie leider in der nächsten Zeit nicht life hier erleben. Nutzen Sie doch die Möglichkeiten der Rundfunk- oder Fernsehgottesdienste; Rundfunk auf NDR Info oder Deutschlandfunk; Fernsehen im ZDF. Oder rufen Sie mich an unter 05471/ 301!

Gott befohlen, Ihr Andreas Pöhlmann

Andreas Pöhlmann:

Liebe Besucher unserer Homepage!

Heute sind wir zu zweit im Bild. Nora Piepenschneider hat am Montag ihr Praktikum als Theologiestudentin bei uns begonnen. Sie wird heute nach Hause abreisen, aber nach der bestandenen Corona-Krise ihre Zeit bei uns fortsetzen. Mein Name ist Andreas Pöhlmann.

Nora Piepenschneider:

In den Psalmen schlage ich in diesen Tagen Psalm 91 auf. Ich lese einige Verse daraus:

1 Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,

2 der spricht zu dem Herrn:Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

3 Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest.

10 Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.

11 Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

12 dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.

Andreas Pöhlmann:

Bedrohliche Seuchen beschreibt der Psalm, von einem Grauen, einer Krankheit spitz wie ein Pfeil, von Pest und davon, dass Tausende fallen. Ich höre unsere Situation heute mit. Die Not ist da, die Gefahr deutlich.

Der Psalm trägt auch ein großes Versprechen: „Es wird dich nicht treffen!“ Daran halte ich mich fest. „Es wird mich nicht treffen!“ Auch wenn ich als Seelsorger in den nächsten Tagen der Gefahr ausgesetzt bin, wie auch viele Polizeibeamte und Mitarbeitende in Kliniken und Arztpraxen.

Von einer Burg ist im Psalm die Rede, mit der uns Gott schützt. Das eigene Haus, die eigene Wohnung wird in den nächsten Tagen zu einer Burg, in der ich Zuflucht finde. „My home is my castle“, heißt es in England. An Burg Bodenstein muß ich denken, im thüringischen Eichsfeld. Oft war ich privat und zu Familienfreizeiten dort. Eine Burg auf einem Hügel, mit Zugbrücke, Graben, Burgfried und starken Mauern. Behütet habe ich dort geschlafen und in der kleinen Kapelle gebetet.

Und ich denke in diesen Tagen: „Bleib zuhause. Nutze diesen Schutz.“

Ein Obdachloser kam letzte Woche vor unserer Tür. Er war ganz unruhig, wollte unbedingt in unsere Kirche, blieb selbstvergessen und etwas sehnsüchtig vor unserem Pfarrhaus stehen, bis er wieder auf sein Fahrrad stieg und davonfuhr.

Ich denke: Die sich schutzlos fühlen, bemerken besonders die Unsicherheit dieser Tage. So geht es auch einigen Patienten in der Psychiatrie in Bramsche, die ich besucht habe. Die Ereignisse erschüttern sie tief.

Einige, die sich immer noch in Supermärkten drängeln oder auf Spielplätzen, überspielen diese Angst. Sie verlassen ihre schützende Burg, begeben sich in Gefahr.

Die Ansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch war klar: „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst!“ Ich nehme es ernst.

Was kann man tun, ausser sich zurückzuhalten mit Kontakt: Hilfsbereitschaft zeigen, ohne sich zu gefährden. Für andere einkaufen. Einen Menschen anrufen, der es braucht. In Kontakt bleiben über die Netzwerke, die uns zur Verfügung stehen. Und die Ruhe bewahren. Sich auf die Situation einstellen. In der letzten Woche ist mir das noch nicht so gut gelungen. Ich will das üben.

Und versuchen Sie, zu beten. Allein oder mit der Familie. Auch für die vielen Selbständigen, die jetzt in großer Sorge sind um den Bestand ihrer Firmen und Geschäfte. Keine Einnahmen, bei laufenden Kosten. Und für die Pflegekräfte, Ärzte und die anderen Dienste in den Krankenhäusern und Arztpraxen, die der Gefahr sich anzustecken besonders ausgesetzt sind. Beten Sie für sie!

Gott sagt in Psalm 91: „Der Mensch ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not!“

Gott befohlen, Ihr Andreas Pöhlmann

Liebe Besucher unserer homepage!

Heute wollten wir als Gemeinde eigentlich ein großes Fest feiern. Da unsere Kirche ab August renoviert wird, fanden wir den 29. März dafür sehr geeignet. So hätten sich heute über 50 Menschen morgens im Gemeindehaus getroffen, um für ihrer Jubiläumskonfirmation das farblich passende Sträusschen sich anheften zu lassen. Um dann in die Kirche einzuziehen. Der Posaunenchor wollte dazu spielen und hätte alle Gemeindelieder begleitet. Eine Urkunde für jeden, ein Segen und das Abendmahl. In der Gaststätte waren 70 Menüs für die Jubilare und ihre Begleitung bestellt. Und im Gemeindehaus hätte dann ein Kaffeetrinken auf sie gewartet. Dieses Fest mußten wir leider absagen! Wir wollen es auf jeden Fall nachholen.

Heute merke ich besonders, wie sehr wir auch als Kirche von der Gemeinschaft leben, von direkter Begegnung, mit einem Segen, der auch berühren darf. Es schmerzt mich, dass das alles – aus gutem Grund – jetzt nicht möglich ist.

Diese Lücke möchte ich heute nicht einfach mit einer Videoandacht schließen, sondern diesen Schmerz auch beschreiben. Weil ich mich darauf freue, bald wieder Gemeinschaft vor Gott hier in der Kirche zu haben. So wie ich mich in dieser Zeit, in der Karzeit, mit Jesus auf seinem Kreuzweg unterwegs, auf das Licht von Ostern freue! (Corona und Karzeit/ letztes Jahr: Brand in Notre Dammes in Paris)

Wir arbeiten gerade an einer Idee, wie wir als Gemeinde die Regeln einhalten und dennoch Ostern feiern zu können. Vielleicht gelingt es uns heute gemeinsam zu singen! Die Lieder finden Sie im Evangelischen Gesangbuch. Damit wir nicht ganz auf die Bläser verzichten müssen, gestalten unsere Chorleiter Zilli Hünniger und Jörn Schnieder diese Andacht musikalisch. Und weil es schön ist, zum Thema „Konfirmation“ auch die Jugend zu hören, wird Marlu Erdwien sagen, warum sie sich konfirmieren läßt, am liebsten am 10. Mai, Ihrem geplanten Termin.

Mein Name ist Andreas Pöhlmann, Pastor dieser Gemeinde in Bohmte - Arenshorst.

Wenn Sie ein Evangelisches Gesangbuch zur Hand haben, dann schlagen Sie bitte das Lied auf „Nun danket alle Gott mit Herzen Mund und Händen“. Sie finden es im Gesangbuch unter Nummer 321.

Ich möchte mit Ihnen den 63. Psalm sprechen. Im Gesangbuch ist es die Nummer 729. Ich schlage vor, dass Sie ihn einfach mitsprechen.

2 Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist.
3 So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit.
4 Denn deine Güte ist besser als Leben; meine Lippen preisen dich.
5 So will ich dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben.
6 Das ist meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann;
7 wenn ich mich zu Bett lege, so denke ich an dich, wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.
8 Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich.
9 Meine Seele hängt an dir; deine rechte Hand hält mich.

Ein Gebet. Wenn Sie selbst konfirmiert oder gefirmt sind, dann erinnern sie sich doch mit mir an den Tag ihrer Einsegnung und daran, was seitdem geschehen ist;

Bis hierher hast du, Gott, mich gebracht!
Du hast mir viel anvertraut in meinem Leben und mir Liebe geschenkt.
Ich habe meine Erfahrungen gemacht, auch mit meiner Kirche.
Gute und böse Tage habe ich gesehen.
Ich bin von Menschen verletzt und enttäuscht worden.
Ich bin aber auch verstanden worden und habe Hilfe erfahren.
Du hast mir Menschen geschenkt, auf die ich mich verlassen konnte.
Ich selbst bin anderen ein Halt gewesen.
Das Gute der vergangenen Jahre will ich heute groß schreiben.
Denn Du nimmst mir eine Last von meinen Schultern.
Bitterkeit soll keine Macht über mich gewinnen.
So spreche ich für uns alle: Bleibe bei uns, Herr, mit deiner Gnade und Treue.
Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen

Evangeliumslesung: Markus 10, 35-45
35 Jakobus und Johannes, die Söhne von Zebedäus, traten nahe an Jesus heran und sagten zu ihm: »Lehrer, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst.«
36 Jesus fragte sie: »Was möchtet ihr denn? Was soll ich für euch tun?«
37 Sie antworteten ihm: »Lass uns rechts und links neben dir sitzen, wenn du regieren wirst in deiner Herrlichkeit.«
38 Aber Jesus sagte zu ihnen: »Ihr wisst nicht, um was ihr da bittet. Könnt ihr den Becher austrinken, den ich austrinke? Oder könnt ihr die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?«
39 Sie antworteten ihm: »Das können wir.« Da sagte Jesus zu ihnen: »Ihr werdet tatsächlich den Becher austrinken, den ich austrinke. Und ihr werdet die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde. 40 Aber ich habe nicht zu entscheiden, wer rechts und links von mir sitzt.
Dort werden die sitzen, die Gott dafür bestimmt hat.«
41 Die anderen zehn hörten das Gespräch mit an und ärgerten sich über Jakobus und Johannes.
42 Da rief Jesus auch sie näher herbei und sagte zu ihnen: »Ihr wisst: Die Herrscher der Völker unterdrücken die Menschen, über die sie herrschen. Und die Machthaber missbrauchen ihre Macht.
43 Aber bei euch darf das nicht so sein: Sondern wer von euch groß sein will, soll den anderen dienen.
44 Und wer von euch der Erste sein will, soll der Sklave von allen sein.
45 Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen. Im Gegenteil: Er ist gekommen, um anderen zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für die vielen Menschen.«

Ansprache
In diesen Tagen kann es jeden treffen. Promis plauderten täglich in der Quarantaine-WG. (Das ist jetzt vorbei.) Unsere Bundeskanzlerin bleibt zuhause, obwohl negativ getestet. Und jeder von uns hütet das Haus. Und manche haben es, sind krank. Vor dem Virus sind wir gleich, zumindest in Mitteleuropa. Laut und hilflos sind dagegen viele Machthaber und Despoten unserer Welt. Es ist erstaunlich, dass vor allem die Populisten vor Corona jede Orientierung verlieren. Ich bin so dankbar für unsere Regierung der ruhigen Hand, in dieser Zeit.

Kelch und Patene: Stehen für unsere Gemeinschaft mit Jesus/ Konfirmation. Beide bleiben heute leer. Ich fürchte auch, dass nach Corona mehr Menschen nicht mehr aus einem Kelch trinken mögen – auch wenn wir ihn gründlich reinigen. Und dabei ist diese Geste so stark: Wir stehen vor dem Tisch unseres Herrn und teilen ihn in Brot und Wein.

Marlu Erdwien zu „Konfirmation“
Die Konfirmation ist für mich wichtig, um zur Kirche zu gehören. Damit zeige ich, dass ich das will. Getauft ist bin ich, weil meine Eltern es entschieden haben. Die Konfirmation ist aber freiwillig. Ich zeige also, dass ich zur Kirche gehören möchte und habe mich damit vorher auseinandergesetzt."

 

Aus gegebenem Anlass ...

Leider müssen ja zur Zeit alle Gottesdienste aufgrund der aktuellen Lage ausfallen. Ersatzweise finden Sie hier für jeden Sonntag eine kurze Andacht in Form einer Videobotschaft.

Nutzen Sie auch die Möglichkeiten der Rundfunk- und Fernsehgottesdienste: